Künstlerhaus Dortmund
Kontakt   Sunderweg 1 | 44147 Dortmund | fon 0231 - 820304 | fax 0231 - 826847 | email buero at kh-do.de
Öffnungszeiten   Büro  Mo + Fr 10 - 14 h Di - Do 10 - 16 h  |  Ausstellung  Do - So 16 - 19 h
DE   EN

Rona Rangsch

Digitale Medien | Installation

Arbeiten


spadong, Video, 5:00min, Japan/Italien, 2008/2009 (Standbilder)

Durch die Überlagerung zweier semi-transparenter Videosequenzen eines Japaners und eines Italieners beim Essen von Nudeln - Udong hier, Spaghetti dort - wird eine überraschende Übereinstimmung zweier scheinbar einander so fremder Kulturen offenbar.




transient, Video, 5:15min, Östereich, 2009 (Standbilder)

Die Arbeit transient ist geprägt von der vergleichbaren Ästhetik von natürlichen und industriellen auf Wasserdampf basierenden Erscheinungen: Schnell über Bergrücken dahinziehende Regenwolken und über Wald aufziehender Nebel auf der einen und rauchenden und dampfenden Schlote und Industrieanlagen auf der anderen Seite. In transient die Möglichkeit eines inhaltlichen, vielleicht sogar kausalen Zusammenhangs zwischen den Erscheinungen in Betracht gezogen. 



fog's trot, Video, 2:59min, Österreich, 2009 (Standbild)

Ein Phänomen, das am Ende eines sonnigen Tages durch die Temperaturänderung und die dadurch hervorgerufene Umverteilung der Luftmassen auftritt und in Echtzeit kaum wahrnehmbar ist, wird durch extreme Zeitraffung sichtbar gemacht: Der sich bildende Nebel zieht nicht einfach auf oder ab, sondern mal in diese und dann wieder in die andere Richtung, nimmt zu und wieder ab. Durch die Beschleunigung entwickelt die Bewegung einen dynamischen, fast rhythmischen Charakter, der in irritierendem Gegensatz zur ephemeren Natur des Nebels steht.




icecove, Video, 3:31min, Neufundland, 2007 (Standbild)

Die Arbeit zeigt den Blick auf eine Eisfläche, die sich in diffusem Licht bis zum Horizont erstreckt. Auf den ersten Blick wirkt sie massiv und statisch. Schon der zweite Blick irritiert: Ist es optische Täuschung oder tatsächliche Bewegung, die man sieht?
Der Verdacht erhärtet sich: Es handelt sich nicht um eine geschlossene Eisdecke, sondern um dicht in der Bucht zusammengeschobene Packeisstücke, die den gedämpften Wogen des darunter liegenden Wassers folgen. Es kamen keine digitalen Effekte zum Einsatz.




blackberg, Video, 2:12min, Neufundland, 2007 (Standbild)

Ein schwarzer, felsenartiger Koloss wird von dunkler, ölig anmutender Flüssigkeit umspült, wiegt sich erstaunlicherweise darin hin und her.
Es ist das Negativbild eines Eisberges in der schneeweißen Brandung.




jellyfire - eine audiovisuelle Installation, Sound von WELTAUSSTELLUNG
Institut für Künstlerhaushaltentwicklungen, 2008


Die Animation entführt uns in eine von fremdartigen Wesen bevölkerte Welt: scheinbar schwerelos schweben die Leuchtstrukturen im schwarzen Raum, biolumineszente Tiefseelebewesen - oder doch kosmische Phänomene?
Die Lichttexturen, die teilweise anmuten wie Quallen [engl. jellyfish], basieren auf Fotografien von Feuerwerksspuren am nächtlichen Himmel - jellyfire eben.




earthskyearth - eine audiovisuelle Installation
Künstlerzeche Unser Fritz, 2006


Die Lichtstrukturen enstanden als Collagen von Nachtflugaufnahmen des Ruhrgebietes. Durch ihre Projektion auf Kugeloberflächen entstehen planetenartige Objekte - neuartige Himmelskörper, auf denen immer Nacht zu herrschen scheint. Der Ursprung der Lichttexturen stellt eine Verbindung zur Erde her. Die Abwesenheit eines Zentralgestirns und die eigene Leuchtkraft lassen die Objekte autark erscheinen; ob sie natürlichen oder künstlichen Ursprungs sind, bleibt offen.


mehr unter www.rangsch.de