Klopsztanga. Polen grenzenlos NRW:
Es ist Zeit für Turnschuhe!
20. April bis 17. Juni 2012

„Es ist Zeit für Turnschuhe.“ - Mit diesem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Titel nimmt die Ausstellung polnischer KünstlerInnen im Künstlerhaus Dortmund Bezug auf die jüngere polnische Kunstgeschichte. Denn dieses Künstlerzitat der mittleren Generation gibt die Messlatte ab für die jungen Positionen, die nun dynamisch daran gehen, sich mit turnerischer Beweglichkeit den neuen medialen und historischen Herausforderungen zu stellen. Neben skulpturalen Arbeiten werden Fotografien, Videos und Installationen zu sehen sein. Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog, der eine Übersicht über das Schaffen in Poznan, Krakow, Lodz und Warszawa gibt.
Die Schau wird kuratiert von Marta Skłodowska, Elly Valk-Verheijen und Denise Winter.

Eröffnung am 20. April 2012

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Karolina Breguła - Warszawa
Monika Drożyńska - Krakow
Jakub Jasiukiewicz - Poznan
Łukasz Jastrubczak - Krakow/Poznan
Katarzyna Krakowiak - Gdansk
Gizela Mickiewicz -
Poznan
Anna Molska - Warszawa
Anna Orlikowska - Lodz
Mateusz Sadowski - Poznan
Iza Tarasewicz - Bialystok
Monika Zawadzki - Warszawa
Karolina Breguła
Sie
interessiert sich für Menschen in großen Gesellschaften und Beziehungen
zwischen Menschen und Kunst. Besonders interessiert sie das Thema der
Vielfältigkeit und das Spannungsfeld wenn zwei verschiedene Kulturen
sich begegnen.
Monika Drożyńska
Mam dosc. / Ich hatte es.Schmutzige
und obzöne Graffities, Schriftzüge vorgefunden auf Wänden, werden als
„Winteraktivitäten“ auf Textil gestickt und im Stickrahmen presentiert.
Jakub Jasiukiewicz
Canis
Lupus heißt die Echtzeit-Video-Installation von Jakub Jasiukiewicz, bei
der sich Passanten auf dem Monitor in Wölfe verwandeln, die auf
sonderbare Weise ganz menschlich über den Bürgersteig schreiten.
Łukasz Jastrubczak
Die
Videoarbeit „Third Song About Triangles“ von Lukasz Jastrubczak wird
von einem durch den Ausstellungsraum baumelnden Projektor an die Wand
projiziert. Dabei werde zwei ungleichen Dreiecke gezeigt, die mal mehr
mal weniger erfolgreich ihren Song auf einem Keyboard spielen.
Katarzyna Krakowiak
Sie arbeitet mit Sound in Installationen und benutzt dafür ausgiebig das Internet und mobile Kommunikationssysteme.
Gizela Mickiewicz
Aktion
= Reaktion. Gizela Mickiewicz präsentiert in ihren Zeichnungen Lösungen
nach ganz eigener Logik. Wenn zwei Flüsse zusammenfließen muss es ja
irgendwo eine Brücke geben.
Anna Molska
Anna
Molska zeigt als Doppelprojektion: W= F*s (works) 2008 / P=W:t (power)
2007-2008. Diese Formeln lassen sich mit "Macht ist gleich Arbeit
geteilt durch Zeit" und "Arbeit ist gleich Kraft mal Verschiebung"
übersetzen.
"Ich bin sehr am Phänomen der Arbeiterklasse
interessiert, an der Macht der Arbeiterklasse als Gruppe und ihrer
kollektiven Aktion."
Anna Orlikowska
A Synanthropic Species
Das
Video zeigt Aufnahmen einer wunderschönen Residenz aus dem 19.
Jahrhundert, kombiniert mit einem Text, der das Leben am Beispiel
gewöhnlicher Insekten und Synanthropen – Kakerlaken beschreibt.
Mateusz Sadowski
In
den Installationen und Videoarbeiten von Mateusz Sadowski geht es
weniger darum Lösungen zu formulieren. Der Betrachter wird verwirrt und
im besten Fall getäuscht. Rechteckige Falter flattern durch den Bildraum
des Videos und die Szenerie bewegt sich in geometrischen Formen nicht
vom Größeren ins kleinere, ins Detail, sondern umgekehrt. Für die Arbeit
„A MACHINE FOR THINKING ABOUT OVERLOADS“ wird ein schwarz-weißes Bild
an die Wand projiziert. Es suggeriert eine kurze filmische Sequenz. Bei
genauer Betrachtung der Szenerie wird deutlich, dass alles „live“ von
einer daneben stehenden Installation aufgenommen und übertragen wird.
Iza Tarasewicz

Iza
Tarasewicz ist Bildhauerin, Performancekünstlerin und Zeichnerin. Im
Künstlerhaus wird sie die Objekte „Table“ und „Pokers“ zeigen. Die
Arbeit „Table“ (dt. Tisch), ein Metallgestell mit einer geraden
Betonplatte, erinnert eher an einen knienden Hund, dem der Kopf abhanden
gekommen ist. Ebenso reduziert und vielfach deutbar ist die Arbeit
„Pokers“. Der Titel verweist auf ein hakenähnliches Gestell. Die Größe
nimmt Bezug auf die Körpergröße der Künstlerin.
Monika Zawadzki

Monika
Zawadzki ist zunächst bekannt für ihre Designobjekte und Bücher sowie
das Magazin Dik-Fagazine. Themen ihrer minimalistischen schwarz-weißen
Wandzeichnungen sind zwischenmenschliche Beziehungen und soziale
Probleme. Sie verdichtet und analysiert extreme soziale Gesinnungen, die
auf Überlegenheit oder Ausschluss hinauslaufen. Zum Beispiel:
Feminismus, Rassismus und Homophobie.
Konzept und Organisation: Marta Skłodowska, Elly Valk-Verheijen, Denise Winter
Abbildungen ©: die KünstlerInnen
Fotos Eröffnung ©:
freundlich unterstützt durch: Sparkasse
Dortmund, Kulturbüro der Stadt Dortmund,