Künstlerhaus Dortmund
Kontakt   Sunderweg 1 | 44147 Dortmund | fon 0231 - 820304 | fax 0231 - 826847 | email buero at kh-do.de
Öffnungszeiten   Büro  Mo + Fr 10 - 14 h Di - Do 10 - 16 h  |  Ausstellung  Do - So 16 - 19 h
DE   EN


Klopsztanga. Polen grenzenlos NRW:
Es ist Zeit für Turnschuhe!

20. April bis 17. Juni 2012


„Es ist Zeit für Turnschuhe.“ - Mit diesem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Titel nimmt die Ausstellung polnischer KünstlerInnen im Künstlerhaus Dortmund Bezug auf die jüngere polnische Kunstgeschichte. Denn dieses Künstlerzitat der mittleren Generation gibt die Messlatte ab für die jungen Positionen, die nun dynamisch daran gehen, sich mit turnerischer Beweglichkeit den neuen medialen und historischen Herausforderungen zu stellen. Neben skulpturalen Arbeiten werden Fotografien, Videos und Installationen zu sehen sein. Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog, der eine Übersicht über das Schaffen in Poznan, Krakow, Lodz und Warszawa gibt.
Die Schau wird kuratiert von Marta Skłodowska, Elly Valk-Verheijen und Denise Winter.


Eröffnung am 20. April 2012

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Karolina Breguła - Warszawa
Monika Drożyńska  - Krakow
Jakub Jasiukiewicz - Poznan
Łukasz Jastrubczak - Krakow/Poznan
Katarzyna Krakowiak - Gdansk
Gizela Mickiewicz - Poznan
Anna Molska - Warszawa
Anna Orlikowska - Lodz
Mateusz Sadowski  - Poznan
Iza Tarasewicz - Bialystok
Monika Zawadzki - Warszawa



Karolina Breguła



Sie interessiert sich für Menschen in großen Gesellschaften und Beziehungen zwischen Menschen und Kunst. Besonders interessiert sie das Thema  der Vielfältigkeit und das Spannungsfeld wenn zwei verschiedene Kulturen sich begegnen.



Monika Drożyńska 


Mam dosc. / Ich hatte es.
Schmutzige und obzöne Graffities, Schriftzüge vorgefunden auf Wänden, werden als „Winteraktivitäten“ auf Textil gestickt und im Stickrahmen presentiert.



Jakub Jasiukiewicz



Canis Lupus heißt die Echtzeit-Video-Installation von Jakub Jasiukiewicz, bei der sich Passanten auf dem Monitor in Wölfe verwandeln, die auf sonderbare Weise ganz menschlich über den Bürgersteig schreiten.



Łukasz Jastrubczak



Die Videoarbeit „Third Song About Triangles“ von Lukasz Jastrubczak wird von einem durch den Ausstellungsraum baumelnden Projektor an die Wand projiziert. Dabei werde zwei ungleichen Dreiecke gezeigt, die mal mehr mal weniger erfolgreich ihren Song auf einem Keyboard spielen.



Katarzyna Krakowiak



Sie arbeitet mit Sound in Installationen und benutzt dafür ausgiebig das Internet und mobile Kommunikationssysteme.



Gizela Mickiewicz



Aktion = Reaktion. Gizela Mickiewicz präsentiert in ihren Zeichnungen Lösungen nach ganz eigener Logik. Wenn zwei Flüsse zusammenfließen muss es ja irgendwo eine Brücke geben.



Anna Molska



Anna Molska zeigt als Doppelprojektion: W= F*s (works) 2008 / P=W:t (power) 2007-2008. Diese Formeln lassen sich mit "Macht ist gleich Arbeit geteilt durch Zeit" und "Arbeit ist gleich Kraft mal Verschiebung" übersetzen.
"Ich bin sehr am Phänomen der Arbeiterklasse interessiert, an der Macht der Arbeiterklasse als Gruppe und ihrer kollektiven Aktion."



Anna Orlikowska


A Synanthropic Species

Das Video zeigt Aufnahmen einer wunderschönen Residenz aus dem 19. Jahrhundert, kombiniert mit einem Text, der das Leben am Beispiel gewöhnlicher Insekten und Synanthropen – Kakerlaken beschreibt.



Mateusz Sadowski



In den Installationen und Videoarbeiten von Mateusz Sadowski geht es weniger darum Lösungen zu formulieren. Der Betrachter wird verwirrt und im besten Fall getäuscht. Rechteckige Falter flattern durch den Bildraum des Videos und die Szenerie bewegt sich in geometrischen Formen nicht vom Größeren ins kleinere, ins Detail, sondern umgekehrt. Für die Arbeit „A MACHINE FOR THINKING ABOUT OVERLOADS“ wird ein schwarz-weißes Bild an die Wand projiziert. Es suggeriert eine kurze filmische Sequenz. Bei genauer Betrachtung der Szenerie wird deutlich, dass alles „live“ von einer daneben stehenden Installation aufgenommen und übertragen wird.



Iza Tarasewicz



Iza Tarasewicz ist Bildhauerin, Performancekünstlerin und Zeichnerin. Im Künstlerhaus wird sie die Objekte „Table“ und „Pokers“ zeigen. Die Arbeit „Table“ (dt. Tisch), ein Metallgestell mit einer geraden Betonplatte, erinnert eher an einen knienden Hund, dem der Kopf abhanden gekommen ist. Ebenso reduziert und vielfach deutbar ist die Arbeit „Pokers“. Der Titel verweist auf ein hakenähnliches Gestell. Die Größe nimmt Bezug auf die Körpergröße der Künstlerin.



Monika Zawadzki

Monika Zawadzki ist zunächst bekannt für ihre Designobjekte und Bücher sowie das Magazin Dik-Fagazine. Themen ihrer minimalistischen schwarz-weißen Wandzeichnungen sind zwischenmenschliche Beziehungen und soziale Probleme. Sie verdichtet und analysiert extreme soziale Gesinnungen, die auf Überlegenheit oder Ausschluss hinauslaufen. Zum Beispiel: Feminismus, Rassismus und Homophobie.



Konzept und Organisation: Marta Skłodowska, Elly Valk-Verheijen, Denise Winter

Abbildungen ©: die KünstlerInnen
Fotos Eröffnung ©:


freundlich unterstützt durch:

Sparkasse Dortmund, Kulturbüro der Stadt Dortmund