Künstlerhaus Dortmund
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Grauomenta Spotlights

Einzelpositionen aus der Sammlung Grau


Cornelius Grau, Student an der Kunstakademie Düsseldorf und Mitglied des Künstlerhauses: “Ich habe in den letzten Jahren fleißig Werke von Kommilitonen und Freunden (zumeist Studierende/Absolventen der Kunsthochschulen in Düsseldorf, Osnabrück, Stuttgart und Berlin) abgestaubt und mir eine kleine Sammlung aufgebaut.“
Eine Auswahl der Sammlung war 2013 im Laboratorium zu sehen. Daraus entwickelte sich die Idee, die vertretenen Künstler - an wechselnden Schauplätzen im Haus und parallel zum Hauptprogramm - auch einzeln vorzustellen.



Grauomenta Spotlight #3

Einzelpositionen aus der Sammlung Grau: Christoph Medicus & Ines Skirde

7. Juni - 6. Juli 2014, Eröffnung am Freitag, den 6.6. um 20 Uhr

parallel zur Ausstellung Zwitschern zwischen Zwischenzäunen



Christoph Medicus (Berlin)


Installationsansicht: Meisterhaus Muche, Bauhaus Dessau 2013

Die Installationen von Christoph Medicus verhandeln Assoziationen als Beziehungen zwischen Objekten, Materialien und Betrachtern. Dabei verbinden sich während der Entstehungsphase fixierte Gedankenfetzen mit sozialen Verhältnissen im Ausstellungsraum. In der Verlagerung der Reflektion auf die Beobachtungen möglichen Verhaltens zwischen den Ausstellungsbesuchern werden Materialien und Gegenstände zu Medien. Ihre Optionen eröffnen sensible Situationen und Rückkopplungsmöglichkeiten zwischen Beteiligung und Vereinnahmung.


Ines Skirde (Stuttgart)


Ohne Titel

Die künstlerische Selbsterfahrung als performativer Akt - die Suche nach dem Sinn von Produktivität. Gibt es ein Rezept für Kunst bzw. für das Künstlersein? Die Frage nach der Selbstdisziplin gar Selbstkasteiung des Künstlers wird laut, der  zugleich sein eigener Herr und Sklave ist. Ines Skirde untersucht den Umgang des Menschen mit sich selbst. Hier exemplarisch die Schriftzeichnungen - die sinnlose Wiederholung, selbst auferlegt, über stures schulisches Auswendiglernen hinaus, jedoch ohne eine Sekunde des Zögerns oder Hinterfragens. Wurde hier Kunst produziert oder das Produkt der Selbstkasteiung zur Kunst erklärt? Oder gibt es das eine ohne das andere womöglich gar nicht? (Text: Anike Joyce Sadiq)



Grauomenta Spotlight #2

Einzelpositionen aus der Sammlung Grau: Matthias Recht & Benjamin Zanon

3. - 25. Mai 2014 , Eröffnung am Freitag, den 2.5. um 20 Uhr

im Mex-Keller, parallel zur Ausstellung FEX




Matthias Recht


„20 x 0,5 (Void)“, Foto: Robert Vanis

Industriell gefertigte Getränkekästen nutzt Matthias Recht als Ausgangspunkt seiner Werke, Form und Farbe definieren die mit Wachs gefüllten Gegenstände. Eingravierte Reliefs und inhaltliche Details, wie Flaschenanzahl und Maßeinheit werden in den Titel integriert und verweisen subtil auf das Massenprodukt. Ebenso schreibt der Künstler den minimalistisch und kühl anmutenden Objekten skulpturale Individualität zu. Recht setzt mit seinem Werk einen Diskurs über gesellschaftlich etablierte Auffassungen von Formen und deren Bewertung in Gang und stellt diesen standardisierten Ansichten eine ästhetische Detailarbeit entgegen.  (Text: Paula Kommoss)


Benjamin Zanon


Level 126: eine extrem schwere Welt, selbst wenn man das Angenschwert in Level 92 freigespielt hat. Von Beginn an ist man den unnachgiebigen Attacken feindseligster Gegner ausgesetzt, es gibt kaum Nahrung oder gar Geld - man sollte also sehr darauf achten, keine Gesundheit und schon gar kein Leben zu verlieren, da man ansonsten kaum Chancen hat, die sieben Vögel und die drei Endgegner im Zentrum der Welt zu besiegen. Diese lassen sich im spiralförmigen Labyrinth erst umgehen, wenn man den gesamten Level einmal durchgespielt hat, um einen (oder mehrere) blutige Kämpfe kommt man also nicht herum. Wer den Geheimauftrag bei dem Händler Mr. Goland erfüllt, der kann sich um 10000.- einen Geheimgang zu Level 132 kaufen.



Grauomenta Spotlight #1

Einzelpositionen aus der Sammlung Grau: Nils Bleibtreu

8. März - 13 April 2014

im Laboratorium, parallel zur Ausstellung drop me a line




Nach Ausstellungen in New York, Zürich und Kleinenbroich zeigt Nils Bleibtreu nun erstmals eine Auswahl seiner Arbeit der letzten Jahre. Exemplarisch lässt dieser Querschnitt den Weg in die konkrete Abstraktion erkennbar werden. Bleibtreus Motivik, die Sägen und Faustfeuerwaffen, die Insignien des Hip-Hop und Artefakte der Populärkultur konterkarieren das, was wir den Geist der Moderne nennen; gewähren ihm so Zugang zu kontemporären Haltungen. Augenzwinkernd vollzieht sich der Einstieg, bevor wir uns in holistischen Bildwelten wiederfinden.



Organisation: Cornelius Grau
Abbildungen ©: die Künstler

freundlich unterstützt durch:
Sparkasse Dortmund, Kulturbüro der Stadt Dortmund, DEW21