Das Phänomen Trauma ist heute omnipräsent und im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit angekommen. Gesellschaftliche Debatten lassen zunehmend zu, hinter Fassaden zu schauen. Laut wird es dann, wenn das entdeckte Grauen zu Tage kommt. Doch die engste Begleiterin von Traumata ist das Schweigen der Betroffenen. Dieses Traumaschweigen bildet den Kern des wissenschaftlichen und künstlerischen Researchs von Anna Papoulias der letzten Jahre.
Traumata und Schweigen werden zumeist mit negativen Eigenschaften assoziiert. Ist dem wirklich so? Oder verbirgt sich in diesem Phänomen auch eine kreative Dimension, eine eigene Dynamik, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist? In ihrer Recherche hat die Künstlerin ihre Neugier auf das kreative Potenzial und die Chancen gerichtet, die sich möglicherweise in diesem traumabedingten Schweigen verbergen.
In ihrer Lecture Performance verknüpft sie neurobiologische Erkenntnisse mit ihrer ganz persönlichen, künstlerischen Spurensuche und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Traumaschweigen. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich das, was nicht gesagt werden kann, dennoch Ausdruck verschaffen kann. Ihr Artistic Research hat Wortbrocken freigelegt, die im Rahmen der Performance von Anna Zirr vorgetragen werden.

Lecture Performance

Anna Papoulias: Traumaschweigen und Kreativität | Lecture Performance mit Anna Zirr

Samstag, 24. Oktober 2026
18 Uhr

Trigger Hinweis
Diese Lecture Performance setzt sich mit den Themen Trauma, Traumaschweigen und den traumatischen Folgen sexualisierter Gewalt auseinander. Sie enthält persönliche, künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit diesen Themen sowie möglicherweise emotional belastende Inhalte.
Bitte achten Sie während der Lecture auf Ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse.

im Rahmen der Ausstellung
Widerstand und Wunden

▲